Die neue Zentralmatura

Alle Infos auf einen Blick

- Standardisierte kompetenzorientierte Reifeprüfung („Zentralmatura“)
- Termine
- Die schriftliche AHS Mathematik-Zentralmatura
- Die schriftliche BHS Mathematik-Zentralmatura
- Die schriftliche AHS Englisch-Zentralmatura
- Die schriftliche Deutsch-Zentralmatura

Hier erhältst du einen Überblick über die Zentralmatura.
In seiner Kürze hat dieser keinen Anspruch auf Vollständigkeit, wir wollen dir aber hier schon mal die Fakten zur Zentralmatura zusammenfassen.  

Genaue Informationen sowie wertvolle Tipps und Tricks zur Zentralmatura erhältst du in unseren Kursen in der IFL Nachhilfe – Institut Dr. Rampitsch.

 

Standardisierte kompetenzorientierte Reifeprüfung („Zentralmatura“)

Die Zentralmatura, auch als „einheitliche Reife- und Diplomprüfung“ bezeichnet, wurde im Schuljahr 2014/15 österreichweit an allen öffentlichen AHS eingeführt. Seit dem Schuljahr 2015/16 gibt es sie auch an allen öffentlichen BHS.
Die standardisierten schriftlichen Prüfungen werden im Auftrag des Bildungsministeriums vom BIFIE konzipiert und erstellt.

Grundsätzlich baut die Zentralmatura auf drei Säulen auf:

  • An der AHS muss eine vorwissenschaftliche Arbeit erstellt und präsentiert werden. An der BHS gibt es eine im Team zu erstellende  Diplomarbeit inklusive Präsentation.
  • Es gibt drei oder vier schriftliche Klausuren und zwar zumindest in der Unterrichtssprache (Deutsch, Kroatisch, Slowenisch oder Ungarisch), in Mathematik und in einer lebenden Fremdsprache.
  • In Summe gibt es bei der Zentralmatura sechs Prüfungen, daraus ergibt sich, dass man zwei bzw. drei mündliche sowie dementsprechend drei bzw. vier schriftliche Prüfungen ablegen muss.

Das langfristige und übergeordnete Ziel der Zentralmatura ist eine Qualitätssteigerung und -sicherung bzw. sollten folgende Teilziele erreicht werden:

  • Transparenz und Vergleichbarkeit
  • Objektivität und Fairness
  • Nachhaltige Absicherung der Kompetenzen
  • Zuverlässige Aussagen über Wissen und Können
  • Erhöhte Studierfähigkeit
  • Europaweite Vergleichbarkeit
  • Vereinheitlichung von Bestimmungen

Termine für das Schuljahr 2016/2017

Prüfungstermine Schuljahr 2016/17

Termine für das Schuljahr 2017/18

Prüfungstermine Schuljahr 2017/18

Quelle: www.bifie.at

Die schriftliche AHS Mathematik-Zentralmatura

Hier werden folgende Kompetenzen aus den Inhaltsbereichen der Sekundarstufe 2 abgefragt:  

  • Algebra und Geometrie
  • Funktionale Abhängigkeiten
  • Analysis
  • Wahrscheinlichkeit und Statistik

Es gibt 18 bis 25 „Typ 1“ Aufgaben und vier bis sechs „Typ 2“ Aufgaben mit je drei oder vier voneinander unabhängig lösbaren Unteraufgaben.
Bei den Typ 1 Aufgaben werden Grundwissen und Grundfertigkeiten abgefragt. Zwei Drittel der Typ 1 Aufgaben müssen positiv sein, damit die Arbeit positiv beurteilt werden kann. Kommt man nicht ganz auf diese zwei Drittel, so gibt es unter den Typ 2 Aufgaben noch mit einem „A“ gekennzeichnete Unteraufgaben, die gegebenenfalls auch noch für eine positive Benotung angerechnet werden. Bei den Typ 2 Aufgaben geht es um die Vernetzung der Grundkompetenzen, die Aufgaben sind umfangreicher und kontextbezogen und erfordern die selbständige Anwendung von Wissen und Können.

 

Die schriftliche BHS Mathematik-Zentralmatura

Themen:

  • Zahlen und Maße
  • Algebra und Geometrie
  • Funktionale Zusammenhänge
  • Analysis
  • Stochastik

Handlungskompetenzen:

  • Modellieren und Transferieren
  • Operieren und Technologieeinsatz
  • Interpretieren und Dokumentieren
  • Argumentieren und Kommunizieren

Die Aufgaben in Teil B zielen auf jene speziellen mathematischen Grundkompetenzen ab, die für die jeweilige Schulform als wesentlich erachtet werden.

Auf Grundlage dieses Konzepts ergibt sich folgende Struktur:

  • für Teil A
    • enthält (zumindest) vier Aufgaben mit jeweils zwei bis vier Unteraufgaben
    • liegt ein schulformenübergreifender Kontext zugrunde
    • bildet die Inhalte des Grundkompetenzenkatalogs ab
    • umfasst alle Handlungskompetenzen
    • für jede Unteraufgabe werden 1,2 oder 3 Punkte vergeben
  • für Teil B
    • enthält zwei bis vier komplexere Aufgaben
    • liegt ein schulformspezifischer Kontext zugrunde
    • umfasst alle Handlungskompetenzen
    • für jede Unteraufgabe werden 1,2,3 oder 4 Punkte vergeben.

Die schriftliche Klausur in Mathematik dauert 4,5 Stunden; die Gesamtleistung des Kandidaten bzw. Kandidatin, also beide Klausurteile A und B werden als Ganzes beurteilt.

 

Die schriftliche AHS Englisch-Zentralmatura

Hier werden folgende vier Grundkompetenzen abgefragt:

Leseverständnis: Bei diesem Teil müssen Texte sinnerfassend gelesen werden, im Anschluss müssen Fragen zu den Texten beantwortet werden.

Hörverständnis: Bei diesem Teil müssen Texte sinnerfassend gehört werden, im Anschluss müssen Fragen zu den Texten beantwortet werden.

Sprachverwendung im Kontext: Hier werden größtenteils grammatikalische Aspekte geprüft, sehr oft in Form von Lückentexten.

Schreibkompetenz: Hier müssen bestimmte Textsorten, z.B. ein Leserbrief, selber erstellt werden.

Beurteilt wird die schriftliche Englisch Zentralmatura mittels geschlossener (Multiple Choice, Zuordnung,...) und offener Testformate (Texte schreiben, Kurzantworten).? Sowohl beim rezeptiven Teil (Listening, Reading) als auch beim produktiven Teil (Language in Use, Writing) müssen jeweils mind. 50 % erreicht werden, um positiv zu sein. Insgesamt müssen mindestens 60% positiv sein, damit die gesamte schriftliche Arbeit positiv ist.


Die schriftliche Deutsch-Zentralmatura

Hier kann man als Schüler aus drei Aufgabenpaketen mit jeweils zwei Aufgaben wählen.

Jedes Aufgabenpaket wird von einer sogenannten thematischen Klammer umschlossen, also beide Aufgaben eines Aufgabenpaketes müssen inhaltlich und gedanklich demselben Themenkreis zugeordnet werden können, z.B. „Medien“ oder „Gesundheit“ usw.?Die Aufgabenstellungen werden als gleich schwierig bewertet und gleich gewichtet. Sie sind voneinander unabhängig und verlangen unterschiedliche Textsorten und Schreibhaltungen. Die Gesamtlänge der Antworttexte soll ungefähr 900 Wörter betragen. Bei der Prüfung darf man Wörterbücher verwenden, allerdings keine Lexika.